#Bericht
Deutschlandstaffel 2018. Von Sylt bis zur Zugspitze. 1200km in unter 100 Stunden
[Update 3.10. Teil 2 s.u.]
Montag 17.09. 5:30h, alles dunkel, alles schläft, 13°C, eine steife Brise weht.
Alles schläft? Nein, eine kleine 17 köpfige Gruppe, zum Teil aus dem Bergischen macht sich vom Zwischenlager bei Husum auf zum Ellenbogen, dem geographisch nördlichsten Punkt Deutschlands auf der Insel Sylt. In den nächsten 5 Tagen gilt es 1230km zu bewältigen. Nonstop. Einer läuft immer. Unter den Wahnsinnigen auch drei LG Athleten, Corinna Mertens, Sascha Hoter und Benjamin Lehmbach (das bin ich).
8:45h Start am Ellenbogen in südlicher Richtung. Wir sind hier vom Breitengrad her schon auf Höhe von Dänemark. Die ersten 1,3km werden gemeinsam am Strand gelaufen (s. Foto)
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Danach gehts in den Staffelmodus. Sina Böhne macht den historisch wichtigen Anfang. Das wird später in die Geschichtsbücher eingehen.
Gegen 10h darf ich auch meine ersten Kilometer für die Staffel beisteuern. In Höhe des Sylter Flughafens laufe ich meinen ersten Kilometer noch vorsichtig in 4:33min. Dann übernehme ich das Rad von Markus Thonemann aus Warburg und lasse Ihn weiter laufen. Nach einem weiteren Kilometer ist wieder Wechsel. Ich laufe. Jetzt schon 4:14min/km. Markus habe ich erst gestern kennengelernt. Er scheint ein guter zu sein, sportlich wie auch menschlich. Nach nicht mal 3km auf meiner Uhr, kommen wir zum Bahnhof in Morsum. Hier ist gedankliche Übergabe an die Staffelleute die drüben auf dem Festland warten. Rüber laufen neben den Schienen wurde uns nicht erlaubt. Deswegen hier nur ein mentaler Wechsel, der aber ab jetzt nicht mehr unterbrochen werden soll. Ich steige in den Bus der auf uns wartet und fahre zurück nach Westerland. Hier ist Bahnverladung mit dem Auto. Allerdings sind wir schon zu spät. Hoffentlich wartet der Zug ein paar Minuten, sonst muss der andere Teil der Taggruppe mal eben 3 Stunden am Stück Durchlaufen. Das darf nicht sein, wir können uns nicht schon am ersten Tag verballern. Wir müssen schnell sein. "Sascha drück aufs Gaspedal!"
Teil 2
...und Sascha drückt drauf. Normalerweise ist er durchs nichts aus der Ruhe zu bringen, doch er weiß und fühlt was jetzt auf dem Spiel steht. Wir versuchen einen kleinen schwarzen BMW vor uns wegzuschieben, denn vielleicht bekommt er genau den letzten Platz auf dem Transporter-Zug? Es geht nicht, die Strassen auf Sylt sind zu klein. Schliesslich gelingt uns ein taktisch genialer Schachzug: "Fahr vorne an die rechte Schranke!" brülle ich jetzt von hinten "am Kassenhäuschen überholen wir ihn wenn wir fehlerfrei durchkommen!" Es gelingt. Obwohl wir jetzt in Führung liegen ist Sascha immer noch im Zerstörungsmodus. Bei der Auffahrt auf den Zug rasieren wir einen Bordstein mit dem rechten Hinterreifen weg und schiessen mit gefühlten 100km/h auf den doch sehr schmalen, filigranen Zug auf. Über Lautsprecher ertönt eine Durchsage, die in etwa wiedergeben soll das ein Sylt Shuttle keine Rennstrecke ist. Ups, das war dann doch ein bisschen drüber. Und es sollte nicht das letzte mal sein, dass die Staffel negativ auffällt. Aber so ist das und es ist wohl ganz normal wenn man einen Schnitt von 4:40min/km über 1200km einhalten muss.
Mo, 13:00h
Am Ortschild Lütjenholm, Ortsausgang Enge-Sande, weit weg von irgendeiner größeren Stadt, startet unsere Taggruppe 1 das erste Mal in der Formation, wie Sie auch über die nächsten drei Tagen Bestand haben soll. Sina Böhne, eine Triathletin und Jörn Abrahams ein klassischer 10-Kämpfer, beide aus Remscheid, ausserdem Markus ein Marthonläufer (s.o.) und ich, ein Mittelstreckler. Zu viert gilt es am Tag immer gut 2 Stunden zu Laufen um danach wieder mit 2 Stunden Pause den nächsten Wechselpunkt mit Taggruppe 2 abzupassen. Insgesamt immer 11 bis 13 Stunden täglich. Idealerweise läuft einer, einer fährt den Bus, einer liest die Karte und einer macht die Radbegleitung. Volle Auslastung über 2 Stunden, kein Platz für Pausen oder Fehler!
Unser Weg führt uns durch flaches Land und über Felder, wenig Verkehr, wenig Autos oder auch mal gar keine. Manchmal kommt auch der Bus nicht durch. Hier geht es dann im 2er Team (Rad-Läufer) auch mal 6, 7 oder 8km weit bis der Bus wieder irgendwo halten kann. Und jedes Mal das Stossgebet nach oben "Bitte lass den Bus hinter der nächsten Kurve auf uns warten!" Wenn dem so ist, freuen wir uns riesig. Der Läufer weil er endlich Pause hat, die im Bus weil sie endlich ihren Läufer wieder haben. Anfangs wechseln wir jeden Kilometer. Später auch mal nur 500er Abschnitte. So können wir die Pace hochhalten. Jörn rennt wie wahnsinning. 15km/h oder mehr zeigt der Fahrradtacho. Ein 4er Schnitt und schneller, dabei ist er noch nie längere Strecke als 1500m gelaufen. Auch Markus in ähnlichem Tempo. Und Sina mit 4:30 ebenfalls total verrückt. Die war doch grade noch verletzt! Wie wollen die das durchhalten frage ich mich. Ich selbst bin etwas vorsichtiger mit 4:15min/km unterwegs. Ich weiß das grade Tag 5 entscheidende Kraftreserven einfordernd kann. Verletzt sich jemand oder wird jemand krank müssen die anderen an den letzten Tagen deutlich mehr abrufen.
Zwischen Löwenstedt und Haselund erreichen wir die andere Gruppe. Erstmal geschafft. Dieser Staffelmodus mit Route finden hat unheimlich Spass gemacht. Die Kräfte sind noch beisammen. Wir fahren vor bis zur Blumenstube in Groß Rheide und gönnen uns Kakao und Kaffee in einem Strandkorb, während Sina eine Mütze voll Schlaf findet. Hier wird gegen 17h das heilige Garmin wieder zurück in unsere Hände gereicht und es geht auf die letzte lange Etappe des ersten Tages. Nochmal gut 25km liegen vor uns bis wir Rendsburg erreichen und die Elbe überqueren bzw unterqueren.
to be continued...
31.08.2018 6. Wuppertaler Zoo Berglauf
Sieg mit 2er Staffel um Benjamin Lehmbach
» Zoo Wuppertal. 18:30h. Gemeinsamer Start für Einzelstarter, 2er
Teams und 4er Teams. Stimmung top. Manche verkleidet, andere
nicht. Strecke 9km oder 4x 2,25km oder 2x 2x 2,25km.
Mittendrin Michele und ich als 2er Team am Start. Mit Michele
Maurice Ihe aus Essen hatte ich bereits dieses Jahr den
Mannschaftssieg beim berühmten Mitternachtslauf in Kröv geholt.
Es gab da heute eigentlich nur ein Ziel:
Den Lauf gewinnen und die exklusive Zoo-Führung mit unserem
laufenden Zoodirektor Arne Lawrence zu sichern. Nebenbei, Arne
mischte sich auch unter das Laufvolk und war sogar ziemlich
flott unterwegs, zusammen mit seinem Sohn Vito.
Die weiteren Cracks am Start: Roman Schulte-Zurhausen und Inga
Hundeborn. Zumindest Inga dürfte in unseren Kreisen sehr bekannt
sein. Auch Andreas Gensler ließ sich blicken. Andreas werden
hier sicherlich auch noch einige kennen. Er spielte mal für den
WSV und war U20-Nationalspieler.
Startschuss!
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Über 150 Teilnehmer rennen durch den Zoo. Vorbei an
den Känguruhs, an den Elefanten, vorbei an der Hummelschule. In
der ersten Runde sollen die Affen noch an die Scheibe geklopft
und die Läufer angefeuert haben.
Bei den Affen liegt Michele aus meinem 2er Team schon klar in
Führung. Ich denke: super, Ding gegessen, Lauf gewonnen, Haken
hinter! Aber als alle gebannt auf die Kurve schauen, wo gerade
noch das Führungsfahrrad rumgesaust ist, erwarte ich eigentlich
Michele, aber es soll ein Einzelstarter in Führung. Ich glaub
mich knutsch ein Elch! Roman kommt tatsächlich als erster.
Michele im Schlepptau. Ich greife den Stab und zische schnell
und leise wie ein Gephard gleich wieder in der ersten Kurve an
Roman vorbei. Der hat ja schliesslich schon einmal den
kompletten Berg in den Beinen! Siegessicher stürme ich davon. An
der schlimmsten Steigung, kurz vor dem höchsten Punkt am
Wolfsgehege prescht er wieder an mir vorbei. Bei allen sieben
Geißlein! Der Berg ist zu steil und zu hart. Die Oberschenkel
verspritzen schon Laktat. Ich kann sein Tempo nicht mitgehen.
Dann gehts wieder steil bergab mit engen Kurven. Ich kann wieder
schneller Laufen. Ich könnte die Lücke jetzt zu laufen, mit
aller Macht! Aber ich denke an die zweite Runde und lasse ihm
seinen Vorsprung von gut 30m. Andere Staffeln oder Einzelstarter
sind sowieso schon weit abgeschlagen. Michele ist
wieder dran. Nach einem halben Kilometer ist er wieder klar in
Führung. Die hält er bis zum letzten Wechsel auf mich. Ich
schaue mich beim Laufen ein paar Mal um. Da ist keiner mehr. An
einer Stelle kann man gut 150m zurückblicken. Nichts!
Wir gewinnen das 2er-Team und den Gesamtlauf von 9km mit gut 70
Höhenmetern pro Runde in 32:51min. Roman folgt mit 34:21. Dann
der Julius Dress mit 35:19 und dann schon Inga als schnellste
Frau mit unglaublichen 35:25 und wäre damit sogar Top 3 bei den
Männern. Mit Oliver Pütz war auch ein weiteres Mitglied der LG
am Start. Er landete am Ende auf Platz 6 von 72 2er-Teams.«
...vorne
natürlich die Favoriten, die Sprecher Martin Cieklinski vorab
vorstellte, während seine Mitstreiter von Sportler Helfen
anschließend die Spitze auf dem Rad begleiteten. Sie gerieten
ebenfalls kräftig ins Schwitzen, als die späteren Sieger
Michele Maurice Ihe und der mehrfache Deutsche Seniorenmeister
über die Mittelstrecke, Benjamin Lehmbach, Gas gaben. Bei
einer Gesamtzeit von 31,51 Minuten für die viermal 2250 Meter
wiesen sie im Schnitt Rundenzeiten von klar unter acht Minuten
auf
So schreibt wz-online am 31.08.
"Liebe WZ,
vielen Dank für den tollen Bericht. Zwei Dinge möchte ich aber
richtig Stellen:
1. Ich war in 2015 nur einmal Deutscher Senioren
Hallenmeister über die 800m, M35.
2. Der Rundenschnitt war nicht unter 8 Minuten, da die
Gesamtzeit 32:51 Minuten war. ;-) "
- Ben Lehmbach
Gesamteinlauf:
1.Michele-M. Ihe/Benjamin Lehmbach 0:32:51
2. Roman Schulte-Zurhausen 0:34:21
3. Julius Drees 0:35:19
4. Inga Hundeborn 0:35:25
9. Peter Jung/Oliver Pütz 0:37:20
https://my5.raceresult.com/91632/registration?lang=de
Streckenrekord beim 13. Kemnader Burglauf
Laufbericht von Ben Lehmbach
Vorbereitung und Planung
Am Samstag stand eigentlich ein kurzer Tempolauf auf dem Programm. Durch Zufall landete ich aber bei Andreas Menz Moderationsterminplanung und entdeckte das er Morgen ganz nah bei mir vor der Haustür einen Lauf moderieren wird. Wasn Ding! Dabei hatte ich vom Kemnader Burglauf noch nie etwas gehört. Also kurz umgeplant: Heute, Samstag Füße stillhalten, morgen Sonntag flotter TDL (Tempodauerlauf).
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Da ich gerade zwischen den Wettkämpfen der Bahnserie von Bergisch Gladbach steckte, schieden schonmal der HM und der 10km Lauf aus. Viel zu hart, da krieg ich die Beine nie wieder locker bis Donnerstag wenn ich die DM-Norm über 1500m angreifen will, ausserdem ist einen Tag später auch noch der Zoolauf, den ich unbedingt gewinnen will, weil es dann mit Arne Lawrence, dem Zoodirektor, wieder diese super Sonderführung durch unseren schönen Wuppertaler Zoo gibt.
Also für die kurze 4km Distanz entschieden. 3:40min/km hatte ich mir vorgenommen und dachte bei so nem 4km-Jedermannlauf solltest du das Ding eigentlich entspannt gewinnen. Aber denkste. Fünf Minuten nach dem ich mich angemeldet hatte tauchte auch schon Yann Jarosch ein Trainingspartner von mir auf, der im Training normal immer ein bisschen stärker ist wenn wir Dienstags mit der LGO Bochum gemeinsam im 4er Schnitt um den Kemnader See knallen. Na super, dass wird heute wohl weh tun, wusste ich jetzt.
Kurz vor dem Startschuss wurde dann auch noch bekannt gegeben, dass Burak Besok, der Vorjahressieger und Streckenrekordhalter vom Ayyo Team Essen zur Titelverteidigung antritt. Na toll, dann wird das wohl doch nix mit gewinnen heute.
Der Lauf
Startschuss. Der schnelle Essener und zwei weitere Jungs stürmen an mir vorbei und sind nach kurzer Zeit schon über 30m weg. Ich fange den ersten km in 3:27min an und halte mich an Yann. Es geht einen Berg runter und ich kann das Tempo von Yann nicht mitgehen. Vor mir sind jetzt Burak und Jan, der Rest hatte sich am Start wohl überschätzt. Nach 1 km ist Führungswechsel, Yann jetzt vor Burak. Das Tempo wird einen Hauch langsamer und ich kann die Lücke schließen. Die zwei Schritte die Burak hinter Yann läuft werden zu drei Schritten, dann zu vier. Ich will den Anschluss nicht verlieren und überhole und setzte mich an Position zwei. Das Tempo ist ok, ich kann es mitgehen. Der 2. km ist in 3:32, noch tut es nicht weh. Die Schritte von Burak werden leiser. Die zweite und letzte Runde beginnt. Yann rennt ohne Anzeichen von Schwäche seinen Schuh weiter 3. km in 3:33. Burak ist jetzt ausser Reichweite. Ich bin zufrieden und freunde mich gedanklich mit dem zweiten Platz an. Die Oberschenkel fangen an zu brennen. Ich spüre wie das Laktat steigt. Ich kann das Tempo von Yann nicht mehr mitgehen. Wird er schneller oder ich langsamer? Ich rufe ihm noch hinterher "Lauf" und gönne ihm den Sieg.
Endspurt
Dann passiert etwas. Der Kampfgeist in mir erwacht. Überlegungen beginnen ob ich die Lücke von jetzt gut 50m Vorsprung noch zulaufen könnte. Noch sinds 500m bis ins Ziel und das Laktat breitet sich immer mehr in den Oberschenkeln aus und versucht mich zu bremsen. Dann der Gedanke, hey bis zum Zielkanal sind es doch nur noch 300m. Diese Spurts hast du bei unzähligen Bahntrainingseinheiten wieder und wieder bis zum Exzess trainiert. Aufwachen.
AUFWACHEN! AUFWACHEN! Ruft es in mir und ich beginne tatsächlich ein paar Schritte schneller zu laufen. Die Schmerzen sind groß, aber es geht. 30m Abstand immer noch nach vorne, aber ich hole etwas auf. Noch eine Biegung und ich kann schon den Zielkanal sehen. Noch 100m, ich muss mich beeilen. Ich werfe alles rein was noch irgendwie an Reserven zu mobilisieren ist. Gehe aufs ganze und packe jetzt den Schlussspurt aus als wären es nur noch 30m bis ins Ziel zu laufen. Aber es sind noch 250m, wie soll das gut gehen?
Es wird schon irgendwie ;-) Kurz vor dem Zielkanal wird es knapp, klappt es doch nicht, war die ganze Mühe umsonst? Das darf nicht sein. Ich mache mich nochmal richtig lang und schnappe Yann genau auf der Zielkanallinie. Jetzt muss ich die letzten 150m Zielkanal noch irgendwie überleben. Völlig übersäuert versuche ich meinen Körper um die scharfe Kurve zu lenken, und dann nochmal irgendwie beschleunigen. Dann noch eine scharfe Kurve, wieder abbremsen und beschleunigen. Alle Kraft ist jetzt verbraucht, aber der Gedanke vorne zu sein und zu gewinnen treibt mich nochmal. Da die Ziellinie.
Geschafft!
Im Ziel
Yann wird 3 Sekunden nach mir gestoppt. Burak brauch eine Minute mehr. Ich versuche mich auf den Beinen zu halten. Ein Getränk das mir angeboten wird bin ich jetzt noch nicht imstande anzunehmen.
Muss mich bewegen, das Laktat verteilen. Erleichterung breitet sich jetzt aus. Und Glück. Ein tolles Gefühl wenn man kämpft und dann dafür belohnt wird.
Burak sagt mir ich wäre Streckenrekord gelaufen. Er hielt ihn mit 14:11min über die exkat vermessene 4km Distanz. Yann wurde 2. in 13:47. Meine Uhr stand bei 13:44.
http://www.aktionbenniundco.de/f%C3%BCr-uns/veranstaltungen.htm?exp=153#event153
Berlin, Berlin, wir laufen in Berlin!!!

Berlin war für die LG Läufer Michael Hanstein und Oliver Pütz in jeder Hinsicht eine Reise wert. Am Samstag war noch Sight Seeing mit den Familien angesagt bis am Sonntag der Marathon als Highlight des Wochenendes auf uns wartete. 40.000 Läufer aus unterschiedlichsten Ländern (wir sahen Läufergruppen aus Tschechien, Indonesien, Japan, Brasilien, Norwegen, Schweden, Kroatien...) hatten sich um 9 Uhr vor der Siegessäule zum Start versammelt. Das Wetter gestaltete sich dem Anlaß angemessen prächtig mit strahlendem Sonnenschein. Dann ging es für uns los zum großen Lauf vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die Stimmung an der Strecke war wirklich fantastisch - die Berliner feuerten die Läufer von KM 1 bis 42 unentwegt an.
Bei den fantastischen Bedingungen mussten einfach gute Zeiten folgen. Der Sieger Bekele verpasste den Weltrekord um lächerliche 6 Sekunden. Die Renntaktik der beiden LG Läufer war gänzlich unterschiedlich aber durchweg von Erfolg gekrönt. Michael lief zu Beginn schnell an, um einen Vorsprung herauszuholen und musste dann im Verlauf nachlassen. Trotz Behinderung durch einen Fersensporn kämpfte er sich durch die Strecke und verbesserte seine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr um 4 Minuten auf 3:55:49! Oliver konnte sich ab KM 30 deutlich steigern und lief den zweiten HM mehr als 2 Minuten schneller als den ersten. Heraus kam ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit mit 3:07:55! An den Zieleinlauf auf der Straße Unter den Linden und durch das Brandenburger Tor werden wir uns noch lange zurück erinnern. Es war wirklich ein tolles Erlebnis mit "Gänsehaut-Feeling".
23.06.2016 - 33 Grad: SO HEISS KANN LAUFTRAINING SEIN.

Alle gehen baden - wir nicht ;-)
Wegen des Wetterberichtes (es war wirklich richtig richtig heiß) hatten wir kaum mit Leuten zum Training auf der Oberbergischen Sportanlage gerechnet. Wie so oft kam es anders als erwartet :-)
Nach dem Einlaufen, ca. 5km in 28 Minuten und etwas Lauf ABC im Schatten, standen dann 8x500m mit 100m Trabpause auf dem Plan. Alleine hätte ich das nicht gemacht! Im Team hat dann jeder gut mitgezogen und am Ende waren wir nach dem Auslaufen über das Training froh.
Eine kleine Gruppe hat die guten Bedingungen genutzt, um anstelle des Bahntraining die Hochsprungtechnik zu verbessern - das war bestimmt auch ganz anstrengend!
Und am Ende ... konnte der ein oder andere gar nicht schnell genug unter die kalte Dusche kommen :-)
Sauerland Höhenflug Trailrun
»Bin am WE mal beim Sauerland Höhenflug Trailrun in Sundern-Hagen/Wildwiese für die LG gestartet.
Ein super gut organisierter Trailrun mit offiziell 21,1Km aber tatsächlich mind. 21,5Km und 540 Hm im Sauerland.
Heftige Berge mit steilen Anstiegen und engen Trails in schöner Landschaft, aber schwierigen Engstellen mit abschüssigen Rampen.
Sicher nichts für Bestzeiten, aber was zum kämpfen.
2. Platz in der M55 mit 1:53:29 und nur 1 Minute Rückstand auf den AK Sieger.
Ein Lauf den man nur empfehlen kann. « - Udo Rüther
www.hoehenflug-trailrun.de
Saisonstart der M60 Senioren - diesmal schwimmend!
Am 5.06.2016 fand wieder das Swim & Run Cologne Langstreckenschwimmen im Fühlinger See in Köln statt. Für einen Läufer ist die 6km-Schwimmstrecke schon eine Umstellung in Sachen Technik, Kraft und Ausdauer. Da reicht es nicht jeden morgen kalt zu duschen um sich an eine Wassertemperatur von 17°C zu gewöhnen.
So erreichte ich in 2:11Std. das Ziel und belegte den 2.Platz in meiner Altersklasse. Zum Vergleich: 6km locker Laufen absolvieren wir beim Dienstag-Lauftreff in 30 Minuten. :-)
Ergebnisse

09.06.2016 07:50 von brudertotte
#Bericht
Bericht Dusiburg Halbmarathon

Am Sonntag, den 5. Juni 2016 fand der 33. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg statt, wo die LG auch in der Vergangenheit schon oft und gerne den Halbmarathon gelaufen ist. So auch diesmal - Thorsten war dabei:
» Corinna und ich waren am Sonntag in Duisburg auf der HM- Distanz unterwegs und haben die LG wie wir beide fanden würdig vertreten. Corinna hat mit einer glatten
1:33:00 ihr Ziel Sub 95 Min. deutlich erreicht! Mein Ziel war eigentlich endlich mal wieder unter 90 Minuten zu bleiben. Abgesehen von den schwierigen Bedingungen (sehr hohe Luftfeuchtigkeit und dadurch schwül-warm), ist es mir kurz vor km 10 in meinen "Problemoberschenkel" gerauscht :-( Ich musste deshalb deutlich reduzieren, habe aber eine unter diesen Umständen akzeptable 1:31:40 ins Ziel gerettet :-) Bis dahin war ich gut auf Kurs 1:27:xx - schade.«
www.rhein-ruhr-marathon.de
Foto: »
Anbei ein Foto von mir, von Corinna habe ich leider keins gefunden. Sie sah aber genau so fertig aus wie ich 😂«
Hermannslauf 2016
April April, der macht was er will und wir auch
Als wir uns am 24. April auf dem Weg zum Hermannslauf (31.1km und 570HM) gemacht
haben, war nicht klar, welches Wetter uns erwarten würde. Sicher würde es kühl
werden, Schnee, Regen - alles war drin. Ca. 7000 Starter hatten wohl auch wie
wir über die Kleidung nachgedacht und überlegt, was denn am Besten anzuziehen
ist
Die Busfahrt rauf zum Denkmal (Start) verlief in lustiger Atmosphäre und beim
Warmlaufen sah man vereinzelte "Schneeflöckchen".
Vater Zufall sorgte für einen trockenen Start und Bedingungen, die sehr
unterschiedlich bewertet wurden. Geregnet hat es zum Glück nicht, der
Graupelschauer war schnell wieder vergessen und sogar Sonnenstrahlen trafen uns.
Gute Stimmung auf der Strecke führten uns auf dem Weg vom Start nach Bielefeld,
wo alle gesund im Ziel ankammen.
Christian Zabel, der am Wochenende zuvor noch ein Marathon bestritten hatte,
freute sich über eine 2:36:50 und Jörn Wohlgezogen über eine 2:23:54 (jeweils
Nettozeit).
Ergebnisse

25.04.2016 17:30 von brudertotte
#Bericht
Düsseldorf Marathon
Thorsten Wilkes war am 24. April beim Düsseldorf Marathon dabei - und wie! Hier sein Bericht:

»ich war gestern in Düsseldorf erstmals seit 2012 wieder am Start und grinse immer noch vor mich hin :-)
Nach vielen Trainingkilometern jedoch ohne Tempo-/Intervalltraining und lediglich einem 30 km-Lauf bin ich in der Erwartung einer realistischen Zielzeit von 3:15-20 Stunden an den Start gegangen. Meine Befürchtung es könnte mir wie 2008 ergehen und es herrschen am Lauftag plötzlich Temperaturen jenseit der 25 Grad-Marke, waren ja schon im Lauf der Woche ausgeräumt 😃 Das es allerdings derart kalt und uselig sein würde, war auch nicht unbedingt zu erwarten. Naja, war mir jedenfalls lieber als Wärme/Hitze. Nach vorsichtigen/verhaltenen Beginn lief es immer besser für mich und ich merkte so ab km 10 (43:55), dass das genau mein Lauf-Wetter ist! Meine km-Zeiten pendelten sich so zwischen 4:15-20 min. ein und ich hatte keinerlei Probleme und kassierte Grüppchen um Grüppchen vor mir ein.
Bei HM-Durchlauf (1:32:06) dachte ich noch: Jetzt kannst du 1:43 auf der 2. Hälfte laufen ;-)
Die km bis 30 liefen wie am Schnürchen weiter im Tempo 4:15-20 min. und auch bis km 34 hatte ich keine nenneswerten Kopf- oder Beinprobleme. Ganz im Gegenteil wurden meine km-Duchgangszeiten ab km 34 bis 39 sogar noch etwas schneller (um 4:10) und ich dachte nur: DAS reicht für sub 3:10, könnte bestenfalls sogar unter 3:05 gehen. Die letzten 3 km waren hart, aber das wollte ich mir nicht mehr nehmen lassen und meinen ersten Negativsplit auf der Marathondistanz eintüten. Mit 1:31:33 auf der zweiten Hälfte ist mir das tatsächlich geglückt und insgesamt eine nicht für möglich gehaltene
3:03:40 rausgesprungen :-)) Hatte ich im Traum nicht mit gerechnet.....«
Laufbericht Kustmarathon

LG Läufer Oliver Pütz war in den Niederlanden unterwegs und macht mit seinem Bericht und den Video-Sequenzen nicht nur Werbung für den Natur-Lauf mit Strand- und Treppen-Passagen, sondern liefert mit 3:35 auch noch eine beeindruckende Zeit ab!
»Am ersten Oktober Wochenende bin ich im Holland Urlaub den Kustmarathon gelaufen, den wahrscheinlich die wenigsten kennen. Wer einen kurzen Eindruck bekommen möchte, mag sich
den Bericht durchlesen.«
»Der Lauf startet in Burgh-Haamstede auf der Insel Schouwen-Duiveland und endet in Zoutelande. Der Veranstalter bezeichnet den Lauf als “den härtesten Marathon der Niederlande“, weil Wind, Wetter und Gezeiten die Umstände sehr erschweren können. Das Wetter am Lauftag hätte allerdings besser kaum sein können. Kaum Wind, ungefähr 14 Grad, etwas Sonne und Ebbe. Der Lauf führte durch herrliche Landschaften. Sehr abwechslungsreich war der Teil durch die geschwungenen Wege durch die Heide. Dann ging es über drei riesige Staudämme der Delta Bauten, die das Festland vor den Sturmfluten schützen. Dort geht es kilometerlang geradeaus. Gut zu laufen und eigentlich auch interessant weil es am Wasser viel zu sehen gibt. Bis km 20 eigentlich keine besonders anspruchsvolle Strecke aber dann ging es richtig los. Vor Domburg kam erst der Hoge Hill und dann eine lange 5 km Passage über Sand. Der Sand am Wasser war zum Glück schön fest aber dennoch ist das Laufen auf der Straße
einiges einfacher. Vor allem sind die Strände dort richtig schön breit. Bevor die Wasserlinie erreicht ist, musste man erst durch den tiefen Sand hin stapfen. Kannte ich bislang nur von Winterläufen durch Schnee. Ich war die ersten 20 km bewusst etwas langsamer angegangen, weil ich nicht genau wusste was auf mich zukam. Eine gute Entscheidung, denn dann ging es so richtig los auf den letzten Kilometern. Keine Düne würde ausgelassen und die Dinger sind hoch in der Gegend. Alleine fünfmal führten Treppen hoch und teilweise auch wieder runter. Die Treppen hoch ging bei mir nur im gehen – laufen wäre auch nicht viel schneller gewesen. Dann noch bei km 40 das Bonbon eines letzten Strandkilometers. Ich war wirklich fertig! Dafür entschädigte ein wunderbarer Zieleinlauf bei strahlendem Sonnenschein und Blasmusik. Mit schweren Beinen kam ich in 3:35 rein und musste feststellen, dass ich auch nicht so viel schneller gekonnt hätte. Insgesamt ein tolles Erlebnis, es hat sich wirklich
gelohnt diesen wunderschönen Naturlauf mitgemacht zu haben!
Wer einen Eindruck von der Landschaft und der Atmosphäre bekommen möchte kann auf den Link und dann auf persönliches Video klicken. Das Video dauert auch nur 1 Minute ;)«
http://mysports.tv/events/MZ15/redirect.asp?r=179000808
Inselschwimmen von Hilgenriedersiel nach Norderney

»Es war mal wieder ein Inselschwimmen der Superlative am 30.08.2015 von Hilgenriedersiel nach Norderney. Und ich hab's geschafft! Der Trainingsaufwand der letzten sechs Monaten in der Bevertalsperre und im Fülhinger See mit ca. 240 km hat sich gelohnt. 8,2 Kilometer scheinen nicht viel, doch bei dem Wellengang fühlt es sich anders und sehr viel länger an. Der Leuchtturm war die erste Peilung, dann die Tonnen an der linken Schulter liegen lassen, hieß es in der Ausschreibung. Am Anfang hatte ich das Gefühl, ich komme gar nicht von der Stelle. Wo ist endlich der Leuchtturm, wo sind diese Tonnen? Ein offenes Meer, die Sicht bis zur eigenen Hand und das Gefühl, die Wellen sind meterhoch. Nach 1:51 Std. war ich am Ziel. Mit wackeligen Beinen, aber überglücklich! Meine Hochachtung vor allen Langstreckenschwimmern. Einen Marathon unter drei Stunden zu laufen ist einfacher.« - Jürgen Zilian
Fotos
www.windsportswear-inselschwimmen.de
LG bei Senioren-DM im Zittauer Weinauparkstadion erfolgreich
Lehmbach wird Deutscher Vizemeister. Palm fliegt zu Bronze

In der Altersklasse M35 im Lauf über 800m feiert Benjamin Lehmbach erneut einen DM Erfolg. In einem gut besetzten Rennen kämpft er sich mit einer Endzeit von 2:05min auf Platz 2 vor. In demselben Lauf kommt Ludwig Aigner mit Saisonbestleistung auf 2:09min und freut sich - mit einem Debüt bei diesen Meisterschaften- über Platz 7.
Eine Alterklasse darüber, in der M40 und ebenfalls über die zwei Stadionrunden liefert sich Alexander Palm ein packendes Finish mit seinem Gegner. Eingangs der Zielgraden noch auf Platz 4 liegend, zieht er raus und gewinnt nur sehr kräftezehrend Zentimeter um Zentimeter auf seinen Widersacher. Im wahrsten Sinne fliegt er ins Ziel als die Beine, völlig übersäuert, das Tempo auf den letzten Metern nicht mehr halten können. Doch der Wille ist stärker. So landet er mit starkem Kampfgeist und vielleicht auch mit viel Glück etwas unsanft nur wenige Zentimeter hinter der Ziellinie. Am Ende muss das Zielfoto entscheiden. Gebannte Anspannung und unentwegte Blicke auf die Anzeigetafel. Dann die Erlösung. Platz 3 mit engen 17 Hundertstel Sekunden Vorsprung und damit Bronze gehen am Ende verdient an einen sichtlich zufriedenen und erleichterten Alexander Palm.
Eine weitere Medaille sichert sich Benjamin Lehmbach über die 400m Hürden. Bei seinem zweiten Start an diesem Wochenende holt er sich bei guten Bedinungen Bronze und freut sich über Saisonbestleistung mit 61.85sek. Immernoch mit kraftreserven geht er erneut über die flache 400m Distanz am Abend desselben Tages an den Start. Auch hier glückt ihm eine deutliche Verbesserung seiner bisherigen Saisonbestleistung. Die ersprinteten 55,53sek reichen zu einem guten 5. Platz und runden ein hervorragendes Gesamtergebnis ab.
Ebenfalls am zweiten Tag läuft Alexander Palm im 1500m Rennen der M40 mit 4:32 auf Rang 6.
Ergebnisse:
400m
5. M35 Benjamin Lehmbach 55,53
800m
2. M35 Benjamin Lehmbach 2:05,24
7. M35 Ludwig Aigner 2:09,67
3. M40 Alexander Palm 2:09,67
1500m
6. M40 Alexander Palm 4:32,19
400m Hürden
3. M35 Benjamin Lehmbach 61,85
http://www.turbine-zittau.de/la/dm2015/files/ergebnisse2015_07_12.pdf
3 LVN Titel an 2 Athleten von der LG

Am Samstag den 20.06. bei den Nordrhein Senioren Meisterschaften in Oberhausen
holten die Mittelstrecken Spezialisten Alexander Palm und Benjamin Lehmbach
über 800m einen Doppelsieg nach Wuppertal.
Um 11.40h fiel der gemeinsame Startschuss über 800m für die Alterklassen M35, M40 und M45.
Benjamin Lehmbach führte die erste Runde des acht köpfigen Feldes an.
Nach 65 Sekunden und 400m setzte sich Alexander Palm an die Spitze und verschärfte das Tempo.
Nur 63 Sekunden benötigte er für die zweite Runde und zeigte damit deutlich das in 3 Wochen
bei der Senioren DM in Zittau wieder mit ihm zu rechnen ist. Mit 2:08 gewann er seine Altersklasse
M40 und war zugleich Tagesschnellster bei dieser Meisterschaft. Ungefährdet hinter ihm kam auch
Benjamin Lehmbach mit 2:10 als neuer M35 Nordrheinmeister ins Ziel.
Um 14:00h startetet das 400m Finale. Hier holte Benjamin Lehmbach mit 57,27sek nochmal Silber.
Um 15:20h ging Alexander Palm dann auch zum zweiten Mal ins Rennen. Im 1500m Finale liess er
sich zunächst die jüngere Altersklasse vorne austoben und lief ganz souverän in einigem Abstand hinterher
und führte das Verfolgerfeld an. Wieder in der letzten Runde setzte er den Endspurt an und musste sich
dann doch nochmal auf der Zielgraden mit einem spurtstarken Gegner auseinandersetzten.
Wenige Meter vor Schluss konnte er aber nochmal ein Pfund drauflegen und wurde grandios Doppeltaggessieger
und auch zum zweiten Mal Nordrhein Meister in der M40.
Benjamin mit bereits gelaufenen 2:04 und Alexander mit hier erreichten 2:08 rangieren nun jeweils auf
Platz 3 der aktuellen Deutschen Bestenliste über die 800m und machen sich nun gerechtfertigte Hoffnung
auf eine Medaille bei der Senioren DM im kommenden Monat.
Ergebnisse:
400m
2. M35 Benjamin Lehmbach 57,27
800m
1. M40 Alexander Palm 2:08,54
1. M35 Benjamin Lehmbach 2:10,63
1500m
1. M40 Alexander Palm 4:28,46
Bergischer Meister 4x400m

Am Mittwoch 17.6.2015 ist die LG Wuppertal mit der vor kurzem erst neu formierten 4x 400m Staffel Senioren bei den Männern gleich Bergischer Meister geworden.
In einem packenden Rennen gegen TSV Solingen Aufderhöh konnte sich die Besetzung Alexander Palm, Jörn Wohlgezogen, Ludwig Aigner und Ben Lehmbach mit einer schnellen 3:53 Platz 1 sichern.
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Bericht Ben: »Alex ist angelaufen und hat einen Traumstart hingelegt ohne ein einizges Mal den Startblock trainiert zu haben. Die Aufstellung hat nämlich noch bis eine halbe Stunde vor dem Start gewackelt. Alex - auf Bahn 3 laufend - konnte die Kurvenvorgabe auf unseren Gegener auf der 4. Bahn bereits nach 150m zulaufen und übergab dann mit gut 20m Vorsprung auf Jörn, der dann noch eine Kurve in der Bahn bleiben musste. Die Solinger hatten ihren jüngsten und scheinbar auch sehr schnellen auf Position 2 gesetzt und der Vorsprung schmolz und schmolz mit jedem Meter dahin. Trotzdem brauchte der Solinger gut 300m um Jörn einzuholen und Jörn hielt auf der Zielgraden stark dagegen. Mit Schätzungweise 12 Meter Rückstand ging Ludwig dann ins Rennen und hatte auch einen schnellen Gegner. Der Abstand wurde zwar wieder kleiner, aber schnell einholen konnte er ihn dennoch nicht. Ich bekam den Stab dann mit wenigen Meter Rückstand in die Hand gedrückt und setzte sofort zur Überholung an. Zu schnell losgelaufen? Der Solinger hing an mir dran, und gut 200m dachte ich, es würde nochmal eng werden. So packte ich alle Kräfte in die letzten 100m und kämpfte gegen das Laktat und das langsamer werden an. Am Ende waren es dann gute 4sek Vorsprung für den neuen Kreismeister 4x400m aus Wuppertal.
Die Zeit ist top: 3:53,72. Zum Vergleich die Deutschen Meister M35 aus den letzten Jahren hatten: 2012 3:46 - 2013, 3:48 - 2014 3:42 «
Laufbericht vom Willi-Comin-Lauf am 25.05.2013
Mit einigen Minuten Verspätung erreicht die S8 den Haltepunkt Hagen-Heubing.
Ich schwinge mich auf das Rad und muss erst einmal an der Ampel warten. Danach geht es los, Auch in Hagen gibt es schlechte Straßen.
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Der Verkehr ist mäßig, Fußgänger bevölkern die Fußgängerzone oder warten auf den Bus. Die Kneipen haben geöffnet, heute ist Endspieltag in der CL
und man drückt der Dortmunder Mannschaft die Daumen, zumeist schon unter Einfluss von alkoholischen Getränken.
Die gut 4,4 Km bis zum Veranstaltungsort lege ich in 15 Minuten zurück, um einige Ampelphasen zu nutzen muss ich kräftig in die Pedale treten.
Ich komme rechtzeitig zum Zieleinlauf des 5 Km Laufes an. Der Sieger benötigt knapp 19 Minuten für die Strecke, der 2 Läufer, Karl-Heinz Baumann aus Gevelsberg bleibt knapp unter 20 Minuten. Pietros Arei, ein leistungsstarker Vereinskollege, kommt als 4 Läufer ins Ziel. Vor ihm die Spitzenläuferin vom TuS Breckerfeld, Anna-Catharin Schauerte.
Ich beeile mich mit dem Umziehen und der Abholung der Startnummer. Unterwegs noch einige Bekannte treffen ein paar kurze Gespräche führen.
Der Start findet in einer Nebenstraße statt, Dort treffe ich Pekka (TV Hasperbach), Silke (RE Schwelm), Udo und Thomas (beide TV Hasslinghausen). Erstere haben meine Info im Forum Runnersworld gelesen und sprechen mich mit dem Nickname an. Der Lauf beginnt und ich schließe zu Udo auf und stelle mich auf sein Tempo ein. Der 1 Km geht leicht aufwärts, die lange bunte Reihe von Läufern zieht sich sich entlang die Strasse hinauf. Insgesamt 2 Km führen über Asphalt, entlang an Fabrik und Wohngebäuden, ab Km 2 beginnt wechselt das Profil zu gewalzten Boden. Teilweise ausgewaschen, die oben liegende Steinschicht erschwert den kontinuierlichen Lauf, für den Rückweg weiß man Bescheid. Das Läuferfeld hat sich auseinander gezogen, man hat Platz nach vorne und hinten. Die Verpflegungsstelle hat der Veranstalter um einige 100 m verlegt, sie liegt jetzt in der Service-Zufahrt zur Staumauer. Es gibt Mineralwasser Medium, ich nehme einen Becher und verliere den Anschluss. Auf Höhe der Staumauer habe ich Udo wieder eingeholt und wir erklimmen die Steigung bei Km 5 zusammen. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir zwischen den Bäumen die ´schnelleren´ Läufer. Wir fluchen halblaut, diese Steigung zieht sich und unser Körpergewicht wirkt sich negativ aus. Es geht abwärts und wir lassen uns locker rollen. Bei Km 6 entscheidet sich Udo etwas langsamer zu laufen, ich laufe alleine weiter. Bald kommt die Steigung, die zwischen den Km 6 und 7 liegt, eine Kurve weiter riecht es nach frisch geschlagenem Holz. Neben der Strecke liegen noch die Rest der Bäume - die Spuren des Unimogs auf dem Weg erfordern einiges an Konzentration. Wer will schon hinfallen?
Bis zur Staumauer gibt es noch einige Kurven und steinige Streckenabschnitte. Von der Mauer geht es abwärts zurück, es gibt Gegenverkehr von Fußgängern, Freizeitläufern und Mountainbikern. Man nimmt Rücksicht aufeinander, macht den Weg frei oder wechselt die Seite.
Die Verpflegungsstelle bietet wieder Wasser an, die Becher vom Hinweg sind verschwunden - ein gutes Team arbeitet hier. Kurz danach kommt eine kleine Regenschauer runter, das fehlt auch noch.
Bei Km 9 schließe ich zu Werner Beeker auf. Er erzählt mir vom Muskelfaserriss den er vor einigen Wochen erlitten hat und den 5 Km Lauf, den er vorher besser nicht gelaufen wäre. Ich denke an meine Schmerzen im linken Oberschenkel und das Gefühl von Taubheit an einigen Muskelpartien.
Einige hundert Meter vor dem Ziel schalte ich zurück und lasse Werner ziehen. Wenn wir uns vorher bei einem Lauf getroffen haben sagte er häufig zu mir:
´Bleib bei mich´. Ich rumpele ins Ziel, vorher gucke ich nach hinten ob ein Übereifriger kommt. 2 warme Teebecher im Ziel, dann laufe ich zurück um Udo abzuholen. Nach 300 m treffe ich ihn, gemeinsam geht es zum Zieleinlauf.
Duschen, den Raddress anziehen. 2 Brötchen, 1 Kaffee und eine alkoholfreies Pils verkürzen die Wartezeit auf die Urkunde. Es gibt die übliche Verzögerung - ein Mann ist in der Frauenwertung gelandet. Nach Erhalt der Urkunde geht es im normalen Tempo zum Haltepunkt Hagen-Heubing, die S8 kommt in Kürze. Um 19:00 Uhr bin ich wieder zu Hause.